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WINDENKNÖTERICHVON BUCHWINDEN
Zu den Geschlechten der Winden wirdt auch die Buchwinde gerechnet/ welche ein kurtze/
geringe Wurtzel hat/ auss welcher viel dünne/ schwancke/ und rotlechte Aestlein oder stricklein wachsen/ mit welchen sie sich umb
die nechste Hecken/ Bäume/ Stauden/ oder was sie erreichen kan/ umwindet/ von unten an biss oben auff: [zeucht dieselbigen zu
Boden/ unnd bleibt es oben schweben/] Jhre Bletter seyn etwas lang/ breyt und spitzig/ fast wie die Ephewbletter/ aussgenommen/
dürrner und weicher seyn: An den Stricklein bringt sie weisse kleine Blümlein/ welche etwas Klopsweiss beysammen stehen/ nach
welchen ein kleiner/ dreyecketer/ schwartzer Same erfolget/ in dünnen rotlechten Häutlein/ [welcher allerdingen sich dem Heyden
Korn vergleicht.]
Sie wächst neben den Zäunen und in Weingärten/ [auch in Flachsfeldern/ welches zu Boden zeucht:] Blüet im
Sommer.
Von den Nahmen
Buchwinde wird auch genent Schwartzwinde/ Lateinisch VOLUBILIS NIGRA, VOLUBILIS MEDIA,CONVOLVULUS
NIGER.DODONAEUS vermeldet/ dass es CISSAMPELOS genennet werde/ nicht allein zum Unterscheidt der HELXINES, so PARIERARIA genennet
wirdt/ sondern auch dieweil es sich umb die Bäume unnd Stöck zu umbwinden pfleget
Von der Natur/ Krafft/ und Eygenschafft der Buchwinden
Es meldet DODONAEUS, dass man noch zur Zeit nicht wisse/ wo zu die
Buchwinde oder VOLUBILIS NIGRA könne gebrauchet werden/ ohn allein dass DIOSCORIDES vermeldet/ dass der safft auss den Blettern
getruckt eine Krafft unnd Eigenschafft habe den Stulgang zu treiben.